Der Beginn meiner neuen Leidenschaft – Der Weg zum Hochzeitsplaner

Angefangen hat alles mit den verrückten Schwangerschaftshormonen und dem Wunsch eine richtige Familie zu sein. Niemals wollte ich schwanger heiraten, aber am Ende kommt es immer so, wie es kommen soll. Und so kam der Antrag am 10. Dezember 2015 in der 29. Schwangerschaftswoche. Also fragen wir unsere besten Freunde, ob sie unsere Trauzeugen sein wollen. Nach 14 Tagen stillschweigen bekamen an Weihnachten unsere Eltern und Geschwister die Einladungen. Die Freude war riesig. Vorbei die „wilde Ehe“, die Zeit für geordnete Verhältnisse war gekommen.

Noch fünf Wochen Zeit bis zum 27.01.2016. Auch wenn es „nur“ eine standesamtliche Hochzeit sein sollte, es sollte eine „richtige“ Hochzeit sein. Klar, dass dazu ein weißes Kleid gehörte, ein standesgemäßes Auto, ein Fotograf, Blumenschmuck, Hochzeitstorte und Gastgeschenke durften natürlich auch nicht vergessen werden. Hochschwanger organisierte ich alles im Eiltempo, immer an meiner Seite meine wundervolle Trauzeugin. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht.

Dann war es soweit! Der große Tag. Unser erster Moment. Ich im weißen Kleid. Mein Mann in einem wundervollen Anzug, den er mit seinem Trauzeugen auf einer Hochzeitsmesse gekauft hat. Ja richtig, mein Mann war mit seinem Trauzeugen auf einer Hochzeitsmesse. Da wo andere Bräute Ihre Männer hin schleppen müssen, war mein Mann mit seinem Trauzeugen um einen Anzug zu kaufen. Bei dem Gedanken verliebe ich mich gleich wieder in ihn. Aber zurück zu unserem ersten Moment. Als die Aufzugtür im Bayerischen Hof aufging und ich wusste, wenn ich raus gehe, dann sehen wir uns. Ich konnte nicht, ich konnte nicht mehr atmen, mein Herz klopfte. Nein, ich will zu ihm, ich will heiraten. Die Magie einer Hochzeit. Unglaublich dieses Gefühl. Der Tag war wundervoll.

Vier Wochen später, auf den Tag genau, kam dann unser kleiner Sohn auf die Welt. Ein kleiner gesunder Sonnenschein, der uns verändert hat. Er zeigt uns jeden Tag aufs neue, worum es im Leben eigentlich geht. Um die Liebe, um Momente, um Glauben und Zuversicht. Als frisch gebackene Eltern, hat man eine ganz neue Verantwortung, die man vorher nicht einschätzen kann. Deshalb ließen wir unseren Kleinen fünf Monate später taufen, denn uns war wichtig, dass uns ein Stück der Verantwortung abgenommen wird. Dass jemand auf ihn aufpasst, den wir nicht sehen können. Und kaum war er getauft, ist in uns der Wunsch gewachsen, Gott unsere Liebe anzuvertrauen und „Ja“ zu sagen – für immer! Und jetzt ging der Wahnsinn richtig los.

Als geborene Perfektionistin, ausgestattet mit Organisationstalent und Fleiß, stürzte ich mich in die Planung unserer kirchlichen Hochzeit. Anfangs war nur wichtig, wir wollen „Ja“ sagen vor Gott, tanzen und feiern. Doch dann eröffnete sich vor mir die wunderbare Hochzeitswelt. Meine beste Freundin und ich besuchten jetzt natürlich auch eine Hochzeitsmesse, wir zogen von Brautladen zu Brautladen um „das“ Kleid zu finden. Bei jedem Treffen besprachen wir neue Details zum großen Tag. Meinen wundervollen Mann konnte ich überzeugen mit mir einen Tanzkurs zu besuchen, Torten probieren zu gehen, Bands probe zu hören und und und. Ein halbes Jahr, Tag für Tag haben wir philosophiert, diskutiert, geplant, gestritten und uns versöhnt. Eine wunderbare stressige Zeit. Diese Zeit ist so besonders, so wunderschön und gerne denke ich an die Zeit der Vorbereitungen zurück. Der schönste Tag im Leben rauschte wie ein Wirbelsturm an uns vorbei. Die Vorbereitungen der Hochzeit haben wir genossen und uns gefreut, wenn eine Idee Gestalt angenommen hat. Der Moment endlich ein Lied zum Anschneiden für die Hochzeitstorte gefunden zu haben. „Love and marriage, love and marriage…“ Ich sehe uns, wie wir da stehen. Diesmal habe ich die Hand oben. Das basteln mit meiner Trauzeugin und ihrem Freund, meinem Co.-Trauzeugen. Es war ein wunderschöner und lustiger Tag. Die vielen kleinen Entscheidungen, von den Farben bis zur Musik, die zu unserem großen Tag führten. Es bleibt die Erinnerung, das wunderschöne Gefühl, die gedruckten Bilder und die Bilder im Kopf, die Vorfreude auf die Hochzeitsreise in wenigen Wochen und eine neue Leidenschaft. Ich kann und will nicht loslassen von dieser wunderbaren Welt der einzigartigen Momente und Emotionen. Der Welt der Hochzeiten.

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